Plastikfrei rasieren – Mit einem Rasierhobel

In fast jedem Badezimmer ist zumindest ein Rasierer aufzufinden. Wir verwenden solche zur Haarentfernung und produzieren dabei unwissend eine Menge Abfall und schädigen unserer Umwelt und Weltmeere.

„Schätzungsweise werden jährlich 2 Milliarden Rasierer weggeworfen.“ – Boopan

Auch ich lebe nicht vollständig plastikfrei. Dennoch versuche ich herkömmliche Produkte durch plastikfreie Alternativen zu ersetzen. Die von mir verwendeten System- oder Einweg-Plastikrasierer waren mir schon lange ein Dorn im Auge. Zwar hatte ich mich schon öfters über Rasierhobel informiert, allerdings hatte ich lange sehr großen Respekt davor und habe deswegen den Umstieg gemieden.

Als ich dann gesehen habe, dass Boopan ProdukttesterInnen für ihren Rasierhobel sucht, habe ich mich sofort beworben und dem Hobel eine Chance gegeben. Ich muss sagen: Ich bin begeistert!

Der Griff des Boopan-Rasierhobels wird aus Bambus hergestellt: der am schnellsten nachwachsenden Pflanze der Welt. Somit ist der Griff nicht nur biologisch abbaubar, sondern auch frei von chemischen Stoffen und beinhaltet weder BPA noch Plastik.

Ich muss zugeben, dass die Anschaffung eines Rasierhobels viel teuerer erscheint als die von herkömmlichen Rasieren. Allerdings ist das Rasieren mit Hobel auf Dauer gesehen deutlich günstiger, denn eine Markenpackung mit 8 Rasierköpfen kostet meistens über 20 Euro, wobei 100 Rasierklingen für einen Hobel knapp 13 Euro kosten.

Beim Rasieren sollte man allerdings unbedingt Rasierschaum oder Seife verwenden. Denn durch diese werden die Haare vor der Rasur weich und schmeidig gemacht und die Klingen gleiten besser über die Haut. Ich verwende hier unsere hausgemachte Seefefabrik-Seife. Dem Rasierhobel von Boopan liegt aber auch folgendes Rezept für einen Do it Yourself Rasierschaum bei:

  • 1/2 Tasse Shea-Butter
  • 1/2 Tasse Kokosöl
  • 1/4 Tasse Jojobaöl
  • ätherisches Öl (5-10 Topfen)
  1. Sheabutter in kleine Stücke teilen und mit Kokosöl im Wasserbad unter gelegentlichem Rühren flüssig werden lassen.
  2. Topf vom Herd nehmen, das Jojobaöl und ätherisches Öl hinzufügen. Nochmals kurz vermengen.
  3. Nun die Masse in den Kühlschrank oder die Gefriertruhe geben, bis sie ein bisschen fest wird.
  4. Jetzt mit einem Schneebesen oder Handrührgerät schlagen, bis es eine cremige sahnige Konsistenz hat.
  5. In einen Behälter umfüllen und bei Raumtemperatur lagern.

Tipp: Lieber eine kleinere Menge herstellen, da der selbstgemachte Rasierschaum nicht so lange haltbar ist.

Wenn man zusätzlich noch darauf achtet, dass die Rasierklingen lediglich in Papier und Pappe, anstatt in Plastik verpackt sind, produziert man beim Rasieren mit Rasierhobel und Seife praktisch keinen Müll. Wie bei herkömmlichen Rasierern, sollten die Klingen aber lediglich in Recyclingcentern entsorgt werden.

Das Rasieren mit einem Rasierhobel unterscheidet sich somit nicht wirklich von dem mit einem System- oder Einwegrasierer. Er eignet sich sowohl für die Gesichts-, Bein-, Intimbereich-, Achsel- oder auch die Ganzkörperrasur.

Zudem finde ich, dass die Rasur mit dem Hobel viel weicher erfolgt, denn beim Rasierhobel benötigt man keinen Druck, da er vom Gewicht her optimal ausbalanciert ist. Das Haar wird gleichmäßiger abgeschnitten, wodurch die Wahrscheinlichkeit von eingewachsenen Haaren verringert wird. Ausserdem ist meine Haut beim Rasieren mit dem Hobel weniger gereizt und es bleibt ein glattes Gefühl.

Einen Kritikpunkt habe ich nicht. Es ist nur zu beachten, dass die Rasur und die Handhabung des Rasierhobels ein bisschen Übung benötigt, deswegen sollte man sich bei den ersten paar Mal Zeit nehmen.

Zusammenfassend kann ich behaupten, dass es mir Leid tut, dass ich mich nicht schon früher an den Rasierhobel gewagt habe!

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